Politische Orientierung (2 – Wendezeit)

Noch einmal zurück in die Wendezeit

Was sechs Lebensgeschichten über politische Orientierung erzählen können

Vier dieser Lebensgeschichten haben wir bereits untersucht.KI Damals ging es darum, wie Menschen den Zusammenbruch der DDR und die deutsche Vereinigung in ihrem Alltag bewältigten.

Diesmal interessiert eine andere Frage. Die sechs Menschen hatten sehr unterschiedliche politische Ausgangspunkte und gingen sehr unterschiedlich durch die Transformation. Manche gewannen neue Möglichkeiten, andere verloren Arbeit und Sicherheit.

Doch bei fünf von ihnen ist am Ende eine deutliche Distanz zu den entstandenen Verhältnissen zu erkennen.

Warum?

Die Antwort scheint weder einfach in ihrer früheren Haltung zur DDR noch darin zu liegen, ob sie persönlich zu Gewinnern oder Verlierern der Transformation gehörten.

→ Sechs Menschen, ihre Geschichten — und die Suche nach einer Erklärung

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Politische Orientierung (1 – Wendezeit)

Vier Leben in der Transformation

Ostdeutsche Situationsvorstellungen und ihre gesellschaftlichen Bedingungen im Realitätscheck

Ausgangspunkt dieser Untersuchung ist die wachsende Popularität rechtspopulistischer Parteien. Besonders erklärungsbedürftig erscheint, dass rechtspopulistische Angebote inzwischen auch Menschen und soziale Milieus erreichen, die traditionell eher sozialdemokratisch, gewerkschaftlich oder anders links orientiert waren.

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Wahrheit und Macht

Dazu einige übersetzte Ausschnitte aus einem Artikel von Abby Cartus: Candle in the Wind (der ganze Text ist lesenswert).

„Eine der traurigsten Lehren der Geschichte ist diese: Wenn wir lange genug getäuscht worden sind, neigen wir dazu, jeden Beweis für die Täuschung abzulehnen. Wir sind nicht mehr daran interessiert, die Wahrheit herauszufinden. Der Schwindel hat uns gefangen genommen. Es ist einfach zu schmerzhaft, sich einzugestehen, dass man uns betrogen hat, selbst uns selbst gegenüber. Wenn man einem Scharlatan einmal Macht über sich gegeben hat, bekommt man sie fast nie wieder zurück.“ Carl Sagan: The Demon-Haunted World: Science as a Candle in the Dark (1995)

[…]

Um dem zu begegnen, entwickelte Sagan ein „Kit zur Erkennung von Schwachsinn“. Das ist im Wesentlichen eine popularisierte wissenschaftliche Methode, die der Leser anwenden kann, um echte Wissenschaft von Pseudowissenschaft und Hokuspokus zu unterscheiden, die Logik zu nutzen, um Aberglauben zu entlarven und schließlich das kleine Licht, der Vernunft gegen die bedrückende, eindringende Dunkelheit der Unwissenheit und des Wahns wachsen zu lassen. […]

Aber diese Art von „scicomm“ funktioniert … nicht wirklich … Weiterlesen