Bisher ging es um Menschen, deren Leben sich mit der Wende grundlegend veränderte. Diesmal wechseln wir die Perspektive. Wir betrachten Menschen, die daran beteiligt waren, die neue Wirklichkeit herzustellen: zwei Betriebsleiter und zwei Mitarbeiter der Treuhand.
„Wendemacher“ ist dafür ein etwas irreführendes Wort. Denn über die Richtung der Wende entschieden diese vier Menschen nicht. Als sie handelten, war eine Grundentscheidung bereits gefallen: Die DDR wurde innerhalb weniger Monate in die westdeutsche Währungs-, Wirtschafts-, Eigentums- und Rechtsordnung überführt. Für die Ostdeutschen bedeutete das einen vollständigen Systemwechsel.
Im Herbst 1989 war dieser Weg noch keineswegs selbstverständlich.